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„Erlebnis“- Familienwanderung: vom Filsursprung zur Schertelshöhle
Trotz schlechter Wettervoraussage von Regen und Temperaturen bis höchstens 10°C, trafen sich 18 Kinder im Alter von 1-10Jahren und 21 Erwachsene in Wiesensteig an der Papiermühle.

Von dort aus führt ein schmaler, romantischer Naturwanderweg Richtung Filsursprung. Abgesehen davon, dass das Gras nach dem tagelangen Regen noch recht matschig und nass war, mussten wir feststellen, dass sonst so kleine Bäche plötzlich zu einem großen Hindernis werden kann. Mit Holzplanken und Holzklotz schafften wir uns eine wackelige Brücke zu bauen. Für die Kinder und manche Eltern das erste große Erlebnis. Zudem gab es genügend Schnecken, Steine, und andere Naturwunder wie Quellen, welche das Wasser auf dem Weg raus sprudeln ließen, zu sehen. Am Filsursprung angelangt machte es den Kindern großen Spaß Steine ins Wasser zu werfen.

  

Weiter ging es im Hasental bis zum Abzweig Steinernes Haus und Schertelshöhle. Durch den Wald nach oben hätte der Weg lang werden können wäre uns nicht noch eingefallen, dass wir dringend noch Grillstöcke brauchen. So begannen die Kinder mit den Eltern unterwegs Stöcke zu suchen.
Das Steinerne Haus ist ein wunderschöner Felsüberhang mit einer anschließenden kleinen Höhle. Schon in der Steinzeit war diese bewohnt und wurde bis ins 18.Jhals Unterschlupf für die Bewohner von Wiesensteig benutzt.

 

Von dort aus geht es nur noch 400m steil nach oben zum Eingang der Schertelshöhle. Diese wurde von allen gerne besichtigt. Eine kleine, aber wunderschöne Höhle. Diese ist gut beleuchtet und so kann man die schönen Tropfsteine und Versinterungen in aller Ruhe ansehen. Auch kann man den ursprünglichen Höhleneingang, das Kuhloch, heute noch sehen. Dies ist eine Doline (ein trichterförmiger Einbruch) welche eingezäunt und sich neben dem Höhleneingang befindet. Durch diesen fiel der Hund des Freiherrn von Schertel beim Jagen. Der Freiherr suchte seinen Hund und entdeckte bei dieser Gelegenheit nicht nur das Loch sondern auch, dass es noch weit in den Berg hinein ging.

 

100m entfernt gibt es eine große Wiese mit 2 Grillstellen. Dort konnten wir uns mit gegrilltem Stockbrot, Würsten und Käse stärken und erholen. Für die teilweise durchgefrorenen Eltern gab es noch einen warmen Kaffee bevor wir anschließend den kürzesten Weg zurück bis zum Filsursprung gingen. Hier entstand unser Gruppenbild.
Die Kinder wollten trotz nasser und kalter Füße erneut den spannenderen Weg zum Auto gehen. Auf dem letzten Stück konnten sie das letzte bisschen an Energie noch einmal raus lassen. Der Bach wurde jetzt nicht mehr über die selbstgebaute Brücke zurückgelegt, sondern mit oder ohne Schuhe einfach durchgelaufen. Zudem zog mein Hund nicht nur zwei Kinder sondern teilweise bis zu fünf.

 

Es war ein herrlicher, ereignisreicher Tag! Mir bestätigte dieser wieder, dass Kinder ohne große Probleme knapp 9 km zu Fuß gehen können, wenn sie in der Gruppe laufen und viel erleben dürfen.

Ich freue mich schon bis zum nächsten mal.

Eure Dorle Fuggmann
(Leiterin der Kindersportschule)


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