Wir haben viel bewegt - dies kann man mit Fug und Recht behaupten, blickt man auf die langj?hrige Geschichte der TSG Backnang 1846 zur?ck. Seit dem Beginn im Jahre 1846 hat eine unvorstellbare Anzahl von ehrenamtlich engagierten Vereinsmitgliedern die Entwicklung des Vereins vorangetrieben, und dies auch in Zeiten, in denen der Sportbetrieb durch die politische und wirtschaftliche Lage nur schwer aufrecht zu erhalten war.
Anhand von Berichten und Ver?ffentlichungen, u. a. zur 125-Jahrfeier, unserer TSG-Vereinszeitung, der Backnanger Kreiszeitung und m?ndlichen ?berlieferungen wollen wir die wichtigsten Stationen der Vereinsgeschichte zusammenstellen.
Die Gr?ndungszeit
Anl?sslich eines am 9. Mai 1846 stattfindenden Maifestes f?r die Jugend auf dem mit Eichen besetzten Platz, der sogenannten Platte (Plattenwald) treten erstmalig erwachsene Turner in der ?ffentlichkeit auf, die das Fest neben ihren sportlichen Darbietungen durch Lieder versch?nen.
Im August desselben Jahres wird mit der hier im Original abgedruckten Gr?ndungsanzeige im Murrtalboten zur Gr?ndungsversammlung eines M?nnerturnvereins eingeladen.
Bereits am 11. September 1846 erhielt der M?nnerturnverein Backnang vom Gemeinderat die Erlaubnis zur Mitbenutzung des st?dtischen Turngartens. Neben den turnerischen ?bungen spielten die Waffen?bungen und der Feuerwehrdienst eine gro?e Rolle. Als Turnplatz wurde zun?chst der Viehmarkt, der jetzige Schillerplatz, genutzt. Sp?ter stellte der Gemeinderat einen Garten im Zwischen?ckerle zur Verf?gung. 1879 wurde der Turnplatz auf den B?ttenen er?ffnet. Das jetzige Vereinsgel?nde auf dem Hagenbach und ehemaliger Vogtscher Garten wurde 1914 angekauft und im Jahr 1925 durch Zukauf vergr??ert.
Turnhallen brauchte man damals noch nicht, da nur im Sommer geturnt wurde. Erste ?bungsabende im Winter wurden im Jahre 1863 angeboten, als die Stadt im Bandhaus (der sp?teren Schickhardt-Realschule) Raum zur Verf?gung stellte. Die erste st?dtische Turnhalle wurde 1882 an der Stuttgarter Stra?e (am heutigen Adenauerplatz) in Verbindung mit dem Spritzenhaus und dem Steigerturm gebaut. Ab 1938 stand dann mit der heutigen Stadthalle eine f?r diese Zeit vorbildliche Sportst?tte zur Verf?gung.
Fr?hzeitig schon wurden Veranstaltungen und Turnfeste mit gutem Erfolg besucht. Backnanger Turner nahmen bereits 1850 am Schw?bischen Turnfest in Ulm und 1851 in Stuttgart teil. Nach zahlreichen Beteiligungen an Gauturnfesten richtete im Jahre 1888 der Turnverein Backnang das Gauturnfest des Mittleren Neckarst?dtegaus und 1900 das des Hohenloher Gaus aus. Hieraus geht hervor, dass die Zuordnung zum jeweiligen Gau mehrfach wechselte. Bis 1895 geh?rte der Turnverein Backnang dem mittleren Neckargau, bis 1903 dem Hohenloher Gau und bis 1905 dem Murrgau an.
Die Jahre 1905 bis 1945
1905 trat der Verein dem Schillergau mit Hauptort Ludwigsburg bei. 40 Jahre lang zeichnete sich der Turnverein Backnang durch erfolgreiche Wettk?mpfer bei allen Gauveranstaltungen aus und entsandte mehrere Vertreter in die Leitung des Schillergauvorstandes.
1908 war mit der Feier zum 50j?hrigen Bestehen des Turnvereins, verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne, auch das Jahr der Teilnahme am Deutschen Turnfest in Frankfurt am Main. In den Folgejahren wurden regelm??ig Kreis- und Gauturnfeste besucht.
Beim im Jahre 1911 in Backnang durchgef?hrten Gauturnfest gewann die 64k?pfige Vereinsriege den ersten Preis.
Die Teilnahme einer 8k?pfigen Musterriege am Deutschen Turnfest in Leipzig im Jahre 1913 beendete die sportlichen Aktivit?ten f?r die kommenden Jahre. die Jahre 1914 bis 1918 standen im Zeichen der 1. Weltkrieges mit m?hevollem Wiederaufbau in den Folgejahren.
Unter dem 1923 einstimmig zum Vorstand gew?hlten Paul Theurer entwickelte sich der Verein pr?chtig. Neben der regen Beteiligung an regionalen Sportfesten wurde 1925 aus Anlass der 75-Jahrfeier das 12. Gauturnfest des Schillergaus in Backnang ausgetragen. Wiederum nahm man an Deutschen Turnfesten in K?ln (1928) und Stuttgart (1933) teil, wobei in Stuttgart sowohl die 90k?pfige M?nnerriege, als auch die mit 25 Damen angetretenen Turnerinnen einen 1. Preis errangen.
Auf dem Hagenbach sorgte im Jahre 1926 ein freiwilliger Arbeitsdienst f?r den Ausbau des Hagenbachsportplatzes. Als Vereinsheim diente lange Jahre das Lokal "Zur Eisenbahn" in der Eduard-Breuninger-Stra?e, der heutigen Commerzbank. F?r Vereinsveranstaltungen wurden der Engelsaal und das Bahnhofhotel genutzt. Der Turnbetrieb fand in der Seminarhalle und der st?dtischen Turnhalle statt. Die 1882 eingeweihte Turnhalle beim "R?ssle" wurde nicht mehr gebraucht.
Am 1. April 1926 gab der Turnverein Backnang erstmals eine Vereinszeitung heraus.
Der
Verein war inzwischen auf ?ber 600 Mitglieder angewachsen. Die
Vereinsnachrichten sollten ein Bindeglied zwischen den Abteilungen und
Zweigen des Vereins sein. Zum M?nner-, Frauen- und Jugendturnen, zum
Spiel und Sport, zum Wandern und Singen war noch der Schneelauf
getreten. "Im Sommer soll auch das Schwimmen aufgenommen werden", hei?t
es in dieser ersten Ausgabe. Das Erscheinen der Vereinsnachrichten
sollte nach Bedarf erfolgen. Durch den erfolgversprechenden Impuls von
Paul Theurer kam am 1. Juli 1926 bereits die zweite Ausgabe heraus.
Die neu hinzugekommenen Schwimmer hatten es besonders schwer, denn die einzige ?bungsst?tte war die Murr. Das "Herrenbad" war oberhalb des jetzigen Steges zum Spinnereibahnhof. Das "Frauenbad" war etwa in der H?he des jetzigen Freibades. "Der Feldsch?tz passte auf, dass es zwischen Frauenbad und Herrenbad keinen unerw?nschten Austausch von scharfen Blicken oder Schlimmerem gab", berichtete ein Augenzeuge von damals. Mit Er?ffnung des Backnanger Freibades im Jahre 1930 wurden die Bedingungen f?r unsere Schwimmer deutlich verbessert. Ein beheiztes Freibad oder gar ein Hallenbad waren damals noch nicht vorstellbar.
Die Auswirkungen der politischen Umw?lzungen des Jahres 1933 waren bis tief in die Vereinsarbeit hinein zu sp?ren. Die Turnerschaft ging auf im Reichsbund f?r Leibes?bungen, der sp?ter zum Nationalsozialistischen Reichsbund f?r Leibes?bungen (NSRL) wurde. Aus dem gew?hlten Vereinsvorstand wurden Vereinsf?hrer.
In die Turnhalle konnte der Verein nur noch einen Abend pro Woche, wodurch die Intensit?t der Vereinsarbeit deutlich geschw?cht wurde. Trotzdem gab es bei der Teilnahme an verschiedenen Turnfesten, u. a. beim Deutschen Turnfest 1938 in Breslau, beim Landesturn- und Sportfest 1939 in Ludwigsburg und den Deutschen Turnmeisterschaften in Hildesheim, noch sch?ne Wettkampferfolge.
1945 bis 1966
Der 2. Weltkrieg setzte dem sportlichen Geschehen ?berall ein j?hes Ende. Vereinsleben fand nicht mehr statt - es ging ums nackte ?berleben. Die Stadt Backnang wurde durch feindliche Flieger heimgesucht. Viele Sportkameraden blieben auf den Schlachtfeldern. Die Milit?rregierung hatte jede Form von Vereinsarbeit untersagt und den Gemeinderat aufgel?st. Die Sportst?tten waren zerst?rt oder wurden zweckentfremdet genutzt.
Im April und Mai 1945 war zun?chst an eine Weiterarbeit des Vereins nat?rlich nicht zu denken. Unser verdientes Ausschussmitglied Wilhelm Knapp, ein alter Preisturner, erhielt als einziger Vertreter der Sportvereine am 27. November 1945 die Lizenz der Besatzungsmacht f?r das Weiterbestehen des Turnvereins. Durch das Eingreifen des neu gegr?ndeten W?rttembergischen Landessportverbandes, der f?r die Zusammenfassung aller Sportarten in einem einzigen Verein eintrat, wurde aber der Turnverein wieder gesperrt.
So kam es im Mai 1946 zur Gr?ndung der Sportvereinigung Backnang e. V., in der sich au?er dem Turnverein der 1933 durch die Gestapo aufgel?ste Turnerbund, der Fu?ballverein und der Kraftsportverein zusammenschlossen.
Der Hauptverein, die TSG Backnang, hatte Hauptabteilungen mit eigenen Abteilungsvorst?nden mit wirtschaftlicher Selbst?ndigkeit. Sp?ter wurde die Abteilung Tennis innerhalb der Turnabteilung von der Mitgliederzahl her so stark, dass sie sich in einer vierten selbst?ndigen Hauptabteilung organisierte. Der von der Hauptabteilung Turnen abgedeckte Sportbereich umfasste die Sportarten Ger?teturnen und Gymnastik, Handball, Faustball, Leichtathletik, Tennis, Tischtennis, Skilauf, Wandern und Singen.
Trotz der gerade ?berwundenen schrecklichen Ereignisse in Mitteleuropa waren bald die ersten ausl?ndischen Sportler wieder zu Gast in Backnang. Im Jahre 1948 besuchte eine Schweizer Kunstturnriege unsere Stadt. 1953 wurden dann weitere internationale Kontakte im Jugendbereich zu den englischen St?dten Hull und East-Yorkshire aufgenommen. ein H?hepunkt in der Beziehung zu ausl?ndischen St?dten stellte dann die "Jumelage" im Jahre 1966 zwischen Backnang und Annonay dar. Vor allem die Sportler beider St?dte waren es, die durch einen intensiven Kontakt bei Wettk?mpfen das gegenseitige Kennenlernen erm?glichten und damit die Basis f?r ein besseres Verst?ndnis f?reinander schufen.
Die erste Vereinszeitung nach dem Zweiten Weltkrieg erschien 1954. "Unsere Vereinszeitung soll Ihnen von der Vielfalt unseres Vereinslebens Kenntnis geben. Sie sollen dadurch ?ber alles, was in unserem Verein geschieht, unterrichtet werden - ?ber das Gute, aber auch ?ber die Sorgen und N?te, die wir haben", schrieb der damalige 1. Vorsitzende der TSG Backnang 1846 e. V. Emil Erlenbusch zum Geleit. Als hervorragende und engagierte Schriftf?hrer standen damals Adolf Wei? und Gustav Schwalbe zur Verf?gung. Die Vereinsf?hrung setzte sich damals aus dem 1. Vorsitzenden des Hauptvereins Emil Erlenbusch, dem 1. Vorsitzenden der Abteilung Turnen Alfred Waibel, dem 1. Vorsitzenden der Abteilung Fu?ball Ernst Schleicher und dem 1. Vorsitzenden der Abteilung Schwerathletik Hans Ebinger zusammen.
1967 bis 1976
Am 21. November 1967 vollzog sich in der Mitgliederversammlung nach erheblichen Turbulenzen eine totale Neustrukturierung der TSG Backnang 1846. "Das Bestm?gliche ist erreicht" hie? es. Der neue Verein hei?t TSG Backnang e. V. mit dem Vorsitzenden Dr. Walter Baumg?rtner. Diese TSG Backnang e. V. ist die Dachorganisation der rechtlich selbst?ndigen vier neuen Vereine TSG Backnang Turnen 1846 e. V., TSG Backnang Fu?ball 1919 e.V.,TSG Backnang Schwerathletik 1920 e. V. und der TSG Backnang Tennis 1925 e. V..
Ursache dieser Neugliederung der Vereinsstruktur in Backnang war der Aufstieg der 1. Fu?ballmannschaft in die Regionalliga. Die rechtliche Schwerf?lligkeit und die finanziellen Abh?ngigkeiten voneinander h?tten hier zwangsl?ufig zu erheblichen Problemen f?hren m?ssen. Au?erdem wurden die Haftungsrisiken in der neuen Struktur minimiert. Die gute und faire Zusammenarbeit war ?ber die Dachorganisation gew?hrleistet.
Der neue Vereinsname TSG Backnang 1846 e. V. wurde im April 1973 in TSG Backnang 1846 Turn- und Sportabteilungen e. V. ge?ndert, um der Vielf?ltigkeit der betriebenen Sportarten besser gerecht zu werden. Die anschlie?enden Jahre sind von einer st?ndigen Erweiterung des Sportangebotes und einer rasant steigenden Mitgliederzahl gekennzeichnet. Waren es 1968 noch 1073 Mitglieder, z?hlte der Verein 1970 bereits 1637 und 1973 bereits ?ber 2000 Mitglieder. Viele Gro?veranstaltungen wurden in Backnang und insbesondere auf dem vereinseigenen Gel?nde auf dem Hagenbach durchgef?hrt. Erw?hnenswert sind vor allem die Kindersportfeste, an denen h?ufig zwischen 500 und 800 Kinder teilnahmen.
F?r die vorbildliche Arbeit der TSG Backnang wird dem Verein anl?sslich seines 125j?hrigen Bestehens das Pr?dikat "besonders f?rderungsw?rdig" verliehen und er erh?lt den Walter-Kolb-Schild des Deutschen Turnerbundes. Auch langj?hrige verdiente Mitarbeiter werden geehrt. Adolf Wei? erhielt das Bundesverdienstkreuz.
Ein Freudenfest f?r alle Backnanger Sportler war die Fertigstellung der Sporthalle Maubacher H?he im Jahre 1971, die dann auch geb?hrend mit einem Hallensportfest eingeweiht wurde.
Die Anfang der 70er Jahre durchgef?hrten Volkswandertage fanden mit bis zu 2300 Teilnehmern rege Beteiligung. Beliebt sind auch nach wie vor die Kinderfeste, wobei die Kinderweihnachtssportfeste mit bis zu 1100 Kindern den kr?nenden Abschluss eines jeden Jahres darstellen. Die Mitgliederzahl ist am Ende des Betrachtungszeitraums auf ?ber 2300 angestiegen. Die w?chentlich ehrenamtlich gehaltenen ?bungsstunden werden mit 197 angegeben. Es werden 1200 Kinder im Verein betreut.
1977 bis 2001
Das Jahr 1983 ist durch Ver?nderungen in den Vereinsf?hrungen gepr?gt. Der langj?hrige 1. Vorsitzende der TSG Backnang e. V. - der Dachorganisation der TSG Vereine - Altoberb?rgermeister Dr. Walter Baumg?rtner ?bergibt das Ruder an Erich Handrick. Dessen Amt als 1. Vorsitzender der TSG Backnang 1846 wurde von Manfred Strohh?cker ?bernommen. Erich Handrick, der f?r seine ?berragenden Verdienste das Bundesverdienstkreuz und die vom Schw?bischen Turnerbund nur selten verliehene Theodor-Georgii-Plakette erhielt, wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Mit Manfred Strohh?cker bricht eine neue Epoche an. Um den Verein besser f?hren zu k?nnen, ohne die Ehrenamtlichkeit zu ?berfordern, er?ffnet die TSG Backnang 1846 noch im Jahr 1983 eine Gesch?ftsstelle. Diese ist zun?chst nur wenige Stunden in der Woche besetzt und gibt nun auch der Bev?lkerung die M?glichkeit, den Verein als Organisation anzusprechen.
M?glich wird dies durch eine grundlegende Sanierung des Hagenbachgel?ndes. In mehreren Bauabschnitten entstehen die heutigen Umkleidekabinen mit Toiletten und Duschen und das Gesch?ftszimmer. Der Gastraum, Theke und K?che werden grundlegend modernisiert. Den Abschluss bildet die Erneuerung von Dach und Fassade. Die Bilanz von Manfred Strohh?cker in der Jahreshauptversammlung 1985: 428.000 DM wurden f?r die Bauma?nahmen ausgegeben.
Doch nicht nur ?u?erlich ver?nderte sich der Verein, auch die gesellschaftlichen Ver?nderungen sind zunehmend sp?rbar. Der in Deutschland erreichte Lebensstandard erlaubt es einem Gro?teil der Bev?lkerung, sich in ihrer Freizeit mit den unterschiedlichsten Aktivit?ten zu besch?ftigen. Die Freizeit wird von der Industrie professionell vermarktet und hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. Das riesige Angebot an attraktiven Bet?tigungsm?glichkeiten macht es den Sportvereinen schwer, vor allem im Jugendbereich auf sich aufmerksam zu machen und die Jugendlichen f?r den Verein zu interessieren. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass bei der TSG Backnang 1846, wie bei vielen anderen Vereinen, die Anzahl der Jugendlichen r?ckl?ufig ist.
Hiervon waren vor allem die Mannschaftssportarten betroffen. Um diesem Trend entgegen zu wirken, galt es, den Verein attraktiver zu machen und die Strategie im Jugendbereich zu ver?ndern. Mit Minigruppen, in denen Kinder ab dem 4. Lebensjahr an die jeweilige Sportart herangef?hrt werden, wurde den Problem im Jugendbereich begegnet. Die Mitte bis Ende der 80er Jahre installierten Minigruppen bringen heute ihre ersten Erfolge. Abteilungen, die fast keine Jugendlichen mehr hatten, haben heute wieder Mannschaften bis in den B-Jugendbereich. Die Anzahl der Jugendlichen im Verein erreicht von Jahr zu Jahr einen neuen H?chststand.
Probleme dieser Art sind bei den Turnern nicht aufgetreten. Der fr?he Einstieg ?ber die schon Tradition gewordenen Mutter-Kind-Gruppen - die Minigruppe der Turnabteilung - und die damit verbundene fr?he Integration der Kinder in den Verein, haben zu einem stets gleichbleibend hohen Anteil an Jugendlichen gef?hrt.
Auch der Sport im Erwachsenenbereich hat sich ver?ndert. Zu den traditionell bei der TSG Backnang 1846 verankerten Sportarten kommen neue hinzu. Es werden zunehmend Fitness- und Gesundheitssportprogramme verlangt. Mit der Gr?ndung der Tanzsportabteilung, der Herzsportgruppe 1986 und der Sportkegelabteilung 1987 wird dieser Entwicklung Rechnung getragen. Die zunehmende Nachfrage nach neuen Sportangeboten konnte sowohl vom Umfang als auch von der Ausbildung nicht mehr mit ehrenamtlichen ?bungsleitern bew?ltigt werden. Mit Elke Deneke - heute Elke Czapek - wurde 1988 die erste hauptamtliche Sportlehrerin eingestellt. Mit dem Aufbau der Rhythmischen Sportgymnastik und dem Aufbau des Modells "Schule und Verein" hat sie Pionierarbeit geleistet. Unter ihrer F?hrung wurden die M?dchen (M9) 1992 W?rttembergischer Meister in der Rhythmischen Sportgymnastik.
Beg?nstigt durch viele neue Sportangebote, zus?tzlich geschaffene Hallenkapazit?t und f?r einen Verein dieser Gr??e ?u?erst g?nstige Mitgliedsbeitr?ge, stieg die Mitgliederzahl sprunghaft. Waren es bei der ?bernahme von Manfred Strohh?cker im Jahre 1983 2300 Mitglieder, so hat sich diese Zahl mit 4600 im Jubil?umsjahr verdoppelt.
Die gestiegene Mitgliederzahl wirkt sich nicht nur auf den ?bungsleiterbereich, sondern auch auf die Gesch?ftsstelle aus. War es zu Beginn ausreichend, dass mit Helga Brauns eine Kraft wenige Stunden in der Woche die anfallenden Arbeiten erledigte, so haben die Verwaltung und Betreuung der Mitglieder und die Steuerung des Sportprogramms eine Gr??enordnung angenommen, die einen ungleich h?heren Arbeitseinsatz erfordern. Die Gesch?ftsstelle, geleitet von Monika Naseband (Waltraud Seeger zuvor 18 Jahre bis 2003), besch?ftigt mit Marion Kn?dler und Margarethe Klietmann heute drei Damen, die in Teilzeitarbeit oder auf Stundenbasis die Gesch?fte des Vereins abwickeln. Durch das 1994 an das Turnerheim an der S?dseite angebaute zweigeschossige Geb?ude, wurde die Neugestaltung der Gesch?ftsstelle m?glich. Zus?tzlich entstand ein Vereinsraum, der f?r ?bungsgruppen oder f?r andere Gelegenheiten genutzt wird.
2001-2004 Planung und Bau der Hagenbachsportanlage
Gesundheitssport
Unter
Gesundheitssport versteht man gesundheitsorientierten Sport, der
pr?ventiv k?rperlichen Problemen entgegenwirken soll. Begonnen hat es
1991, als die ersten Stunden Wirbels?ulengymnastik durch unsere
Sportlehrerinnen Iris Wei? und Sybille Schuhmacher angeboten wurden.
Richtig entwickelt hat sich dieser Bereich seit dem Einstieg von
Christa Jerger im Jahre 1992. Zuerst ausschlie?lich als ?bungsleiterin
t?tig, baute sie den Gesundheitssport kontinuierlich aus und nahm als
Referentin f?r Gesundheitssport ab 1994 die Geschicke auch offiziell in
die H?nde.
Heute
bietet das Gesundheitssportprogramm verschiedene Kurse wie
Wirbels?ulengymnastik, R?ckenschongymnastik, Knie- und H?ftschule und
auch Seniorengymnastik an. Alle unsere Kurse leiten qualifizierte
Sport- und Gymnastiklehrer oder ?bungsleitern mit Pr?ventionslizenz.
Gesund
& Fit-Kurse geben unseren Mitgliedern die M?glichkeit, pr?ventiv
ihr Herz/Kreislauf- und Muskel/Skelettsystem zu st?rken und die von den
Krankenkassen bereitgestellten Zusch?sse hierf?r abzurufen.
Mit ca. 500 Mitgliedern z?hlt der Gesundheitssport zu einem der gr??ten Bereiche unseres Vereins.
Die TSG Backnang 1846 hat sich in ihrer 160-j?hrigen Geschichte zu einer Sportorganisation entwickelt, die gleicherma?en traditionelle und moderne Sportarten vereint. Durch die Anpassung an die W?nsche der Mitglieder und der sportinteressierten Bev?lkerung hat der Verein stets seine Attraktivit?t erhalten und ein st?ndiges Wachstum erfahren.
Dieses Wachstum basierte zu allen Zeiten auf einer soliden finanziellen Grundlage, oder, anders ausgedr?ckt, die Entscheidungsgremien handelten im Rahmen der M?glichkeiten ohne sich auf riskante Abenteuer mit finanziellen Folgen einzulassen. Um auch in Zukunft das ehrenamtliche Engagement auf den Sport konzentrieren zu k?nnen, wird dies so weitergef?hrt werden.
Die Schwerpunkte werden, wie auch in der Vergangenheit, im Bereich des Wettkampf- und Breitensportes liegen. Basis ist hier eine intensive Jugendarbeit, die in Form einer ausgeweiteten Kindersportschule den Neigungen und F?higkeiten der Kinder noch besser Rechnung tragen kann. Die gesellschaftliche Rolle des Sports wird an Gewicht zunehmen. der Verein wird in der durch Kommunikationstechnik dominierten Welt und der damit einhergehenden Entfremdung der Menschen einer der wenigen Bereiche bleiben, wo der Kontakt von Mensch zu Mensch ?ber alle gesellschaftlichen Schichten auf der Basis gemeinsamer Interessen m?glich ist. Dies zu erkennen und den Sport in dieser Aufgabe nach Kr?ften zu unterst?tzen, ist nicht nur Aufgabe der Politik, sondern aller Gruppierungen in der Gesellschaft.
Die TSG Backnang 1846 ist mit ihrem ?berdurchschnittlichen ehrenamtlichen Engagement auf die Aufgaben der Zukunft bestens vorbereitet. Es ist zu w?nschen, dass die weitere Entwicklung ebenso positiv verl?uft wie in der Vergangenheit.



